Oberflächenbehandlung

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Nasslackierung

Es gibt nur wenige Einschränkungen hinsichtlich der Lacktypen, die an Zinkdruckgussteilen angewandt werden können. Um eine gute Haftfähigkeit eines Lacks sicherzustellen sollte eine vorherige Passierung (Phosphat oder Chrom Cr3+) durchgeführt werden. Es ist auch eine Vorbehandlung durch einen Haftgrundierungsanstrich möglich. Die nachstehende Tabelle zeigt einige Beispiele von Lackprodukten und ihrer Anwendung:

Gebräuchliche Lacke

Produkt Bedingungen Schichtdicke Art der Auftragung
Haftgrundierung Haftfähigkeit eines zweiten Überzugs <10μm Luft
Epoxid Rostschutz, exzellente Haftfähigkeit >25 μm Luft
Luftfrei
Luftgemischt
Polyurethan Hohe Lebensdauer bei äußeren Bedingungen. Guter Widerstand gegenüber Chemikalien.

Glänzende Beschichtung

 

>20 <25 μm Luft
Luftfrei
Luftgemischt
Acryl/Polyurethan Einschicht-Farbbeschichtung Luft
Luftfrei
Luftgemischt

Fußnote 24

Konstruktion von Druckguss für Nasslackierungen

Die Grundregeln, die für ein gutes Design und für eine sowohl wirtschaftliche als auch effektive Farbgebung und Lackierung gültig sind, sind grundsätzlich dieselben, die bereits im Kapitel „Galvanische Überzuge“ erwähnt wurden Es tendiert eine scharfe Kante dazu, nur eine sehr dünne Farbschicht bei der Nasslackierung aufzunehmen. Beim galvanischen Veredeln wird eine Überdicke in Form einer Wulst erzeugt. Löcher/Bohrungen und schmale enge Einbuchtungen sind nur schwierig mittels des Spritzlackierens zu überziehen. Bei Tauchlackierung ist eher ein Übermaß an Lack festzustellen. Große, weitläufige, flache Oberflächen tendieren nach dem Auftrag des Lackes eventuelle Oberflächenfehler zu betonen.

Vorbehandlungen

Die Druckgussteile werden generell entfettet und phosphatiert, wenn sie mit den gleichen Lacken lackiert werden können wie das Bauteil, auf dem sie montiert sind. Eine Ausnahme wird durch Anwendung einer Kontrastfarbe eventuell erforderlich. Haushaltwaren sowie einige Spielzeuge werden auf diese Weise vorbehandelt. Andere Komponenten werden nur entfettet und anschließend lackiert ohne weitere chemische Vorbehandlung zur Verbesserung der Haftung. Wenn, wie im letzten Fall beschrieben, keine chemische Vorbehandlung verwendet wird, sollten Acrylfarben benutzt werden. Diese Farben enthalten einen abbeizenden Bestandteil.
Anstelle einer Vorbehandlung mit Phosphat kann auch eine Chromatierung (Cr3+) angewandt werden. Dies wird empfohlen, wenn eine bessere Korrosionsbeständigkeit erforderlich ist. Dies ist besonders der Fall für Bauteile, die im maritimen Bereich eingesetzt werden. In diesem Fall, sollte das Einbrennen nicht die Dauer von einer Stunde bei 150°C überschreiten, um eine Dehydrierung der Chromatschicht zu verhindern. Alternativ kann eine Haftgrundierung genutzt werden, vorausgesetzt dass die Anforderungen bezüglich der späteren Lackierung beachtet werden.
Ist eine hohe Korrosionsbeständigkeit erforderlich, werden Lacke empfohlen, die auf Epoxidphenolharzen oder Epoxidaminen basieren, die bei Temperaturen von über 180°C eingebrannt werden. Die Epoxidphenole sind gelblich und darum für weiße Endbeschichtungen nicht geeignet. Lacke, die auf Epoxidester basieren, werden bei niedrigeren Temperaturen eingebrannt und sind weniger wasserresistent. Allerdings sind sie zum Beispiel korrosionsbeständiger als Alkydemaillen. Grundierungen auf Basis von Epoxid können an Druckgussteilen angewandt werden, um die Haftfähigkeit von Alkyd-Decklack zu verbessern,
Wenn lediglich eine einschichtige Lackierung benötigt wird, sollte ein Lack mit guter Wasserwiderstandsfähigkeit eingesetzt werden, um einen frühen Ausfall durch den Verlust an Haftfähigkeit zu vermeiden. Für diese Art von Beschichtung wird ein Acryllack empfohlen. Lacke können mit einem abbeizenden Inhaltsstoff versehen werden, um die Haftfähigkeit zu unterstützen, falls die Druckgussteile vor der Lackierung lediglich entfettet werden.

Lackierung über Verchromung

Kombinationen von lackierten und galvanisierten Oberflächen sind auf Zinkdruckgussteilen möglich, und Spezialeffekte können durch Galvanisieren strukturierter oder geprägter Oberflächen geschaffen werden. Die Druckgussteile werden z.B. komplett verchromt, mit entionisiertem Wasser gespült und vor der Spritzlackierung getrocknet. Eine ausreichend große Überbrückungszeit von einigen Stunden zwischen dem Galvanisieren und der Lackierung ist notwendig, damit eine gute Lackhaftung erreicht wird.

Andere angewandte Beschichtungen

Unterschiedliche chemische Behandlungen sind für die Herstellung schwarzer oder brauner Oberflächenbeschichtungen auf Zinklegierungen einsetzbar. Zur Verbesserung des Verschleiß und der Abnutzung, wird ein abschließender Lacküberzug erforderlich. Aus Kostengründen ist es empfehlenswert bei gleichen Abnutzungseigenschaften, das Bauteil sofort mit Lack ohne Galvanisierung zu lackieren. Die Färbung von Chromatschichten und –filmen auf Zinklegierungen ist möglich, um eine ganze Bandbreite an Farben zu schaffen. Aber die genaue Übereinstimmung und Reproduzierbarkeit von Farben von Los zu Los ist schwierig und die Verblassungsresistenz unzureichend. Um eine schwarze Beschichtung zu erzeugen, ist das Tauchen in eine Ammoniummolybdat-Lösung eine Möglichkeit.

Fußnote 19

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