Wirtschaftlichkeit

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Material

Schmelzverlust

Die Materialkosten eines Druckgussteils aus Zinklegierungen hängen weitgehend vom Gewicht des entgrateten Druckgussteiles und vom Preis der Legierung pro kg ab. Aufgrund des metallischen Schmelzverlustes wird vom Druckgießer eine Materialzugabe von ca. 5% berechnet. Dieser Metallverlust entsteht hauptsächlich durch das regelmäßige Abschöpfen der Krätze (auch Schlacke genannt) des Tiegelofens. Diese Krätze entsteht durch Aufschmelzen des Metalls (Zugabe von Primärmaterial und Kreislaufmaterial (Anguss, Überlaufbohnen, Entlüftungskanäle, Grat)) .Es werden in der Regel keine Aufpreise an den Kunden weitergegeben, die aufgrund von Angüssen und Überlaufbohnen entstehen, da diese zu nahezu 100% (abzüglich der Schmelzverluste) wiederverwertet werden können.

Preisstabilität der Legierung

Der Preis der Zinkdruckgusslegierungen setzt sich aus dem börsennotierten Zinkpreis (SHG, 99,995%) an der LME (London Metal Exchange, Londoner Metallbörse) plus einer Prämie zur Deckung von zusätzlichen Kosten für Legierungselemente sowie Produktionskosten zusammen. In Deutschland besteht zudem das System des Listenpreises, welcher von den deutschen Zinklegierungsproduzenten regelmäßig angepasst und veröffentlicht wird.

Die London Metal Exchange ist ein freier Markt, der fast alle wichtigen Nicht-Eisen-Metalle abdeckt. Folgerichtig neigen die Preise (in USD) zur Fluktuation. Der allgemeine Trend reagiert auf das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Der Preis unterliegt jedoch auch zu einem gewissen Grad anderen Faktoren wie den Zinssätzen. Aufgrund dieser börsenbedingten Preisfluktuationen ist eine Kostenkonstanz über einen längeren Zeitraum für den Druckgussabnehmer schwierig. Es besteht die Möglichkeit für bestimmte Mengen einen Preis über einen Zeitraum von bis zu 27 Monaten (über sogenannte LME Forwards) zu fixieren. Diese basieren dann auf einem festen Zinkpreis.

Aufgrund der Fluktuationen und Schwankungen der Preise aller Rohstoffe – und dies nicht notwendigerweise im Einklang miteinander – ist es unmöglich für eine gegebene Anwendung vergleichende Vorhersagen der Materialkosten zu geben. Alternative zur Auswahl stehende Werkstoffe, wie sekundäre Aluminiumlegierungen sowie Kunststoffe sind ebenso jeweils den Preisschwankungen der (lokalen) Aluminiumschrottmärkte und den internationalen Ölpreisschwankungen unterworfen, die extrem fluktuieren können. Unter diesen Gegebenheiten sollte ein Vergleich auf den Durchschnittspreis der letzten Monate basieren.

Für Großserienteile stellen die Materialkosten einen sehr wichtigen Anteil des Gesamtpreises dar. Deshalb müssen in regelmäßigen Intervallen während der Produktion die Auswirkungen einer zu starken Preisschwankung überprüft und der Preis entsprechend angepasst werden. Falls für einen längeren Zeitraum vom Kunden ein garantierter vorher festgelegter Preis gewünscht wird, sollte der Druckgießer die entsprechenden Mengen per Festpreis fixieren, indem auf Preisverträge mit Forwards zurückgriffen wird. Es muss allerdings betont werden, dass diese Festpreise nur für feste Bestellmengen fixiert werden sollten, da diese weder quantitativ geändert noch zeitlich verschoben oder annulliert werden können. Darum ist es aus der Sicht eines Einkäufers sinnvoll, auf einem Festpreisvertrag nur die entsprechende Menge zu platzieren. Weitere Menge können auf Tagespreisbasis geordert werden.

Aus diesem Grund ist bei Druckgussteilen, deren Anteil der Materialkosten am Gussgesamtpreis hoch sind, eine entsprechende Gewichtreduzierung anzustreben. Dies sollte derart durchgeführt werden, dass der Gießvorgang nicht unnötig erschwert oder das Druckgussteil zu stark geschwächt wird.

Fußnote 2

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